Videos digitalisieren

Wer noch VHS-Videos besitzt, sollte diese baldmöglichst digitalisieren, denn VHS-Recorder altern, vor allem die Mechanik, und da es keine Neugeräte und auch so gut wie keine Ersatzteile mehr gibt, ist es ratsam, so schnell wie möglich die analogen Fernseh- und Videoschätze zu digitalisieren.

Wichtigste Voraussetzung hierfür ist ein guter Videorecorder und ein USB-Video-Grabber. Der Rest passiert softwareseitig, hier eignet sich vor allem Linux, weil das meiste automatisiert, scriptbasiert passiert und viel Arbeit erspart.

Als Abspielgerät wird im metatechnischen Kabinett ein Panasonic NV-HS 950 eingesetzt. Dieser SVHS-Recorder stammt aus den mittleren 1990er Jahren und bietet den, für eine qualitativ hochwertige Digitalisierung unverzichtbaren S-Video-Ausgang auch einen Time Base Corrector (TBC), mit dem bei Bedarf (aber nur dann!) schlechte/zittrige Aufnahmen in passabler Qualität gerettet werden können.

Als Grabber wird ein [EasyCAP USB 2.0]() Grabber mit STK1160-Chipsatz eingesetzt und per S-Video und Cinch mit dem Panasonic-Recorder verbunden.

Softwareseitig werden eine handvoll Bash-Skripten unter Linux (Ubuntu) genutzt, diese werden auf Gitlab gehostet - ohne jede Funktionsgarantie!

Software

Der Digitalisierungsprozeß erfolgt in zwei Schritten:

  1. Video-Grabbing -> MPEG2
  2. MPEG2 -> MP4

Der Grund für das Splitting ist, dass das Video-Grabbing in größeren Blöcken (bis zu ganzen Videocassetten, also einige Stunden) erfolgt, die daraus extrahierten MP4-Videos hingegen nur jeweils mehr oder weniger kleine Ausschnitte daraus sind und ggf. auch in verschiedene Formate (4:3 vs. 16:9) transcodiert werden.

Video-Grabbing

vhs-to-mpeg2

Der Aufruf ist sehr simpel und erfordert keine Parameter:

vhs-to-mpeg2

Schnitt und Konvertierung in MP4

Mit mplayer kann nun sekundengenau Start und Ende des zu extrahierenden Videos ermittelt werden. Mit diesen Werten wird das Skript mpeg2-to-video (Ausgabeformat 4:3) bzw. mpeg2-to-16-9-video (Ausgabeformat 16:9) aufgerufen werden und zusätzlich noch Metadaten der Videodateien gesetzt werden.

TODO: Parameter