Helec tip-in GT 530

Helec tip-in (Modell GT 530)

Helec tip-in (Modell GT 530)

Der in Deutschland produzierte Helec tip-in (Modell GT 530) dürfte um 1974 auf den Markt gekommen sein. Er beeindruckt durch seine bulligen Gehäusemaße und seine besonders stabile Bauweise.

Konstruktion und Gehäuse

Rückseite

Rückseite

Die Rückseite des nur gesteckt verbundenen Gehäuses wird durch das große Batteriefach dominiert, in dem fünf Mignonzellen Platz habem.

Rückseite des metallisierten Gehäuses

Rückseite des metallisierten Gehäuses

Wenn die Gehäuseoberseite entfernt wird, hat man einen ungestörten Blick auf die Elektronik und das Tastaturfeld:

geöffnetes Gehäuse

geöffnetes Gehäuse

Neben der Elektronikplatine (mehr dazu später) fallen gleich die drei Schalter ins Auge, die extrem robust verarbeitet sind und für viele hunderttausend Schaltvorgänge ausgelegt sind, im Grunde genommen völlig überdimensioniert:

besonders robust ausgeführte Schalter

besonders robust ausgeführte Schalter

Tastatur

Der Helec tip-in besitzt eine Art “Klixon”-Tastatur, die mit präzise kontaktgebenden Plättchen versehen ist. Der Hub der Tasten ist dabei besonders kurz.

Tastenaggregat

Tastenaggregat

Neben den 18 normalen Tasten gibt es noch eine “Phantom”-Taste, die keine ist, sondern die eine LED beinhaltet, die bei nachlassender Batteriespannung aufleuchtet.

Aufbau

Die Elektronik befindet sich auf zwei Platinen, die über eine Vielzahl von Drahtbrücken miteinander verbunden sind. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, auf die Innenseite der Platinen zu schauen und herauszufinden, welche CPU verbaut wurde.

zwei Platinen

zwei Platinen

Ganz besonders ungewöhnlich ist die Verwendung eines Trimmers, wofür dieser benötigt ist, ist leider unklar.

Hauptplatine

Hauptplatine

Display

Die obere Platine beinhaltet vor allem das Display. Es besteht aus drei aneinandergereihten, dreistelligen Siebensegmentanzeigen, höchstwahrscheinlich vom Typ Hewlett-Packard 5082-7433.

Die Ansteuerung erfolgt dabei noch konventionell mit neun Transistoren und neun Widerständen.

In der Vergrößerung erkennt man sehr schön die Verdrahtung der einzelnen LED-Segmente:

Verdrahtung innerhalb der LED-Anzeige

Verdrahtung innerhalb der LED-Anzeige

Sehr beeindruckend ist auch die Großdarstellung der aufleuchtenden Segmente:

Aufleuchtende Segmente

Aufleuchtende Segmente

Durch die Aneinanderreihung der drei Einzelmodule ist ein kleiner Höhenversatz der Anzeige unvermeidlich:

vollständiges Display, bestehend aus drei Einzelmodulen

vollständiges Display, bestehend aus drei Einzelmodulen

Fehler werden durch ein u an der linken Stelle gekennzeichnet:

Fehlerzustand

Fehlerzustand

Bei Überlauf wird ein l an der linken Stelle eingeblendet, das in Kombination mit einem Minuszeichen als t gelesen werden kann.

Displayüberlauf

Displayüberlauf

Rechenleistung

Der Helec tip-in arbeitet mit der damals im Verschwinden begriffenen Eingabelogik ohne Gleichzeitszeichen. Außer den vier Grundrechenarten und dem Vorzeichenwechsel, sowie einer Konstantenfunktion (per Schalter) und einer schaltbaren Anzeige der Nachkommastellen (0, 2 oder variabel) wird nichts weiter angeboten, keine Speicherfunktion und auch keine Quadratwurzelberechnung. 1974 war das schon ein wenig obsolet.

Technische Daten

Aufbau
Tastatur 18 Tasten
Display LED, 9 Digits
Typ: 3x Hewlett-Packard 5082-7433
Anzeigebereich ±1.0000000 ... ±99999999
Stromversorgung Spannung: 7.5V
Batterien: 5xAA
funktionale Ausstattung
Funktionen + - * / % -/+
Eingabelogik (Klassifizierung) ALG (BDB)
Rechenergebnisse
Berechnung von "1 + 0.000" 1. 
Berechnung von "0/0" Fehleranzeige  
Berechnung von "(-1)+1" 0 
Objekt-Details
Baujahr ~1974
Seriennummer 110026